Erlebtes

Ich bin selbständige Fusspflegerin, und meine Kundinnen und Kunden erhalten zum kleinen Weihnachtspräsent jeweils auch eine Spruchkarte. Dies ergibt hie und da angeregte Gespräche, und bis jetzt mache ich die Erfahrung, dass die Kunden das Wort gerne entgegennehmen.

Ich beobachte bei Kunden, die ich in ihrem zu Hause betreue, dass diese Spruchkarten oft lange irgendwo herumliegen, so dass Menschen, die bei ihnen ein- und ausgehen, das Wort auch noch lesen können.

Auch meine Geburtstagsgrüsse sind immer von einem Bibelvers begleitet. Und oft erhalte ich ein «Danke» für die guten Wünsche.


Zu Jahresbeginn bekam ich den Auftrag, in der Gemeinde die Predigt zur Jahreslosung 2024 zu halten: "Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe" (1. Kor. 16, 14)

Beim Vorbereiten fiel mir ein, dass es zu diesem Vers eine Art «Kehrseite der Medaille» gibt, nämlich das Wort aus Römer 5,5:  "Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist."

Die Idee, beide Karten in ein Plastikmäppchen zu legen und der Gemeinde abzugeben, kam mir reichlich spät. Aber das freundliche Spruchhilfeteam erledigte den Auftrag speditiv, so dass für jeden Gottesdienstbesucher ein Exemplar bereit war. Die Botschaft kam «an» und die Kärtchen wurden dankbar angenommen.


Sie habe gar nichts „Religiöses“ in sich. Wir auch nicht, meint mein Mann und erklärt der Nachbarin den Unterschied zwischen Religion und christlichem Glauben, und fügt gleich noch eine zentrale Mini-Portion Evangelium bei. Interessiert hört sie zu.

Einige Tage darauf erzählt sie mir „aus heiterem Himmel“ vom Konfirmandenunterricht. Auf welche Art und Weise sie als Schüler/Innen Psalmen auswendig gelernt haben. Einen Zweizeiler von einem Lied, das einen Psalm beinhaltet, vermag sie gar noch zu rezitieren.

Ich sage ihr, dass ich dieses Lied kenne, es habe zwölf Strophen und es gäbe ein entsprechendes Psalmwort aus der Bibel dazu. Vor unserer nächsten vereinbarten Begegnung kopiere ich ihr die zwölf Strophen und lege die passende Bibelkarte von der Spruchhilfe dazu. Gemeinsam betrachten wir den Zusammenhang zwischen dem Bibelwort und den zwölf Liedstrophen. Beim Abschied bedankt sie sich für das Mitgebrachte. Möge Gott den „glimmenden Docht“ zum Leben erwecken!


Ich darf immer wieder sehr tolle Begegnungen haben und Menschen mit Gott konfrontieren. Die Spruchhilfe-Kärtchen sind mir dabei eine grosse Hilfe. Egal ob ich sie als ‘Dankes-Kärtchen’ für den Abschluss einer Umfrage verteile, oder ob sie in Briefkästen landen, im Zug vereinzelt ‘liegen bleiben, ’ als ‘guter Gedanke für den Tag’ verteilt werden oder an Pinnwände gepinnt werden - sie bewirken immer etwas.

Ich möchte euch von einer besonderen Begegnung berichten. Als ich mit dem Fahrrad unterwegs war, wechselte die Ampel auf Rot und der Radweg hatte grünes Licht. Doch, ich bog ab und musste deshalb warten. Mir kam ein weisses Auto entgegen mit zwei erwachsenen Männern vorne und mit Kindern auf der Rückbank. Das Auto blieb an der roten Ampel stehen. Mir kam der Gedanke, ich könnte den Menschen die Zeit an der Ampel verkürzen und ihnen einen ‘guten Gedanken’ mitgeben. Ich wendete. hielt an der Fahrerseite an und klopfte an die Scheibe. Der Fahrer sah mich etwas ängstlich-besorgt an, drehte den Kopf zu den Kindern, redete schnell mit ihnen und liess dann die Scheibe einen kleinen Spalt runter. Ich sagte: «Ich habe ihnen einen guten Gedanken für unterwegs, den Sie sich gerne ziehen können.» Der Fahrer schien mich nicht zu verstehen und schüttelte leicht den Kopf. Der Beifahrer schaltete sich ein und fragte, ob es etwas kosten würde. Ich verneinte. Der Beifahrer erklärte dem Fahrer auf Italienisch, er solle die Scheibe runterlassen und ein Kärtchen ziehen. Das tat er und reichte es dem Beifahrer. Sofort erhellte sich sein Gesicht. Er bedankte sich sehr und sagte, dass sie auch Christen aus Italien seien. Er erkundigte sich von welcher Kirche oder von welcher Organisation aus ich das machen würde. Ich antwortete so in der Art wie ich es oft tue: «Ich tu es im Auftrag von Jesus Christus.» Wenn ich die Bibel lese, finde ich keine Stelle, die sagt: »Folge einer Kirche oder einer Gemeinschaft nach, oder sei Zeuge von einer Organisation, sondern Jesus sagt: «Folge mir nach, sei mein Zeuge, tu alles in meinem Namen.»

Er war sichtlich beeindruckt und sagte, dass ich ein buntes Beispiel sei, wie man von Jesus zeugen könne. Er bekannte, dass er sich schwertue, Jesus zu bezeugen, er aber durch meinen Einsatz sehr ermutigt wurde, das auch zu tun. Die Ampel wechselte auf grün und der Wagen rollte an. Ich hatte den Eindruck, er und sein Beifahrer hätten gerne noch etwas länger mit mir ausgetauscht. Ich betete und dankte Gott für diese kurze und doch intensive Begegnung mit den Menschen im «weissen Auto», das nach Italien unterwegs war. Vor allem hoffe ich, dass nun auch der Beifahrer ein weiterer Zeuge von Jesus wird.


Nach dem Gottesdienst in der Kapelle einer Klinik haben wir die Gewohnheit, miteinander ins Restaurant zu gehen. Da an einem Sonntag keine Bekannten dabei waren, hatte ich keine Lust, mitzugehen und bin dann heim gegangen. Nach ein paar 100 Metern musste ich aber plötzlich stoppen und fühlte deutlich, dass ich doch ins Restaurant gehen sollte. Vier neue Patienten waren dabei und ich spürte, dass ich ihnen eine Spruchkarte geben sollte, da sie von mir noch keine bekommen hatten. Ein junger Mann wollte selbst eine ziehen, um zu sehen, was Gott ihm sagen möchte. Das Thema im Gottesdienst war, dass wir nie allein sind, und siehe, er hat Psalm 139,5 gezogen: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. «Genau dieses Wort brauche ich jetzt. Könntest Du mir nächsten Sonntag eine Bibel bringen?» Er ist Drogen- und Medikamentenabhängig.

Eine andere Patientin wollte mehr Karten haben, um sie ihren Freundinnen zu schenken. Eine Woche später habe ich dem Mann eine Bibel geschenkt, er hat mich dankend umarmt. Während des Gottesdienstes hat er die Pfarrerin gefragt, ob er einige Verse aus der Bibel, die er gerade bekommen habe, vorlesen dürfe. Er stand auf, hat sie gelesen und noch über Jesus und seine Werke gesprochen. - Ja, des Herrn Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus. Jes. 28,29


Es ist Zeit für Leana, ins Bett zu gehen. Sie ist 7-jährig und meine jüngste Grosstochter. Was für eine Geschichte möchtest du heute Abend hören?, frage ich das noch muntere Mädchen. Sie geht zu ihrem Koffer und nimmt etwas heraus. Fünf Kärtchen mit Bibelversen drauf hält sie in ihrer Hand. Diese hat mir eine alte Frau in der Stadt gegeben, so weiss sie zu erzählen. Ich bin erstaunt, dass Leana nicht mit einem Comicbuch erscheint. Das ist eigentlich ihre Lieblingslektüre. So lese ich ihr auf ihren Wunsch hin die fünf Bibelverse vor. Sie hört aufmerksam zu, danach bete ich noch mit ihr.

Das, was wir gelesen haben, ist so wertvoll, erkläre ich ihr. Schnell hole ich ein schmuckes Etui, um die kostbaren Kärtli darin zu versorgen. So sind sie gut geschützt und immer griffbereit.

Zufrieden und ruhig schläft Leana ein.


Ich verteile gerne Bibelworte, wo immer Gott es mir zeigt. Allerdings ist es manchmal schwer, wenn ich zur Antwort bekomme: „Das brauche ich nicht – es interessiert mich nicht – oder ein deutliches Nein.“ Trotzdem gebe ich Worte weiter und segne die Menschen im Namen Gottes. Sehr oft haben die Leute Freude, etwas zu bekommen. Manchmal frage ich die Leute, ob sie wissen, woher diese Texte kommen. So kommen wir manchmal miteinander ins Gespräch. In meiner Handtasche habe ich mich gut organisiert – deutsch/französisch/englisch. Wenn sie sagen „no deutsch“ ist die beste Karte: „God bless you“ oder „Dieu vous bénisse!“ Ich selber bin mit herrlichen Erfahrungen gesegnet. Halleluja!


Mein Coiffeur macht mir nicht den Eindruck, einen besonders christlichen Lebensstil zu haben. Wenn immer ich bei ihm bin, haben wir sehr interessante und lebhafte Gespräche. Dem war auch kürzlich so. Hauptthema unseres Austausches war die Corona-Pandemie. Dabei ist es mir deutlich geworden, wie viele verschiedene Meinungen und Empfindungen in einem Coiffeur-Laden aufeinandertreffen. Dann überraschte mich mein Coiffeur. Plötzlich hält er inne und sagt zu mir: «Mir fällt immer wieder auf, wie man bei den Christen spürt, dass sie Boden unter den Füssen haben.» Er hat vor Jahren selber einen sachten Anfang Richtung Glaube gemacht, aber mir schien, dass er diese Ansätze nicht vertieft hat. Seine Äusserung hat mich umso mehr gefreut. Eine zweite Überraschung folgte beim Zahlen. Wie ich es meistens bei meinen Besuchen bei ihm tat, so auch diesmal wieder: Ich übergebe ihm das entsprechende Nötli – und gleich anschliessend eine kleine Serie «Powerworte für schwierige Zeiten.» Er nimmt die Karten aus dem Etui und fragt: «Darf ich eine Karte auswählen.» «Nein, alle gehören Dir!», war meine Antwort. Er strahlte, öffnete seine Kasse, hob das Münzfach heraus und zeigte mir ein Transparent-Etui mit einer Bibelkarte: «Das ist der wichtigste Bestandteil meiner Kasse!»

Durch diesen Besuch hat Gott zu mir gesprochen. Ich dachte, der Mann sei so nach und nach von Glaubensfragen weggerutscht. Was ich nicht bedacht habe, ist die Tatsache, dass Gott drangeblieben ist. Darum bleibt die Hoffnung lebendig.


Drei Nachbarskinder bringen uns eine feine Züpfe. Ich hole meinen Teller mit Spruchkarten und lasse jedes ein Wort Gottes aussuchen. Eines der drei stürzt sich sogleich auf den Vers 1. Petrus 5,7: Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch! Sie zögert einen Augenblick, schaut dann auf ihre jüngste Schwester: «Nein, ich lasse das Kärtchen meiner Schwester. Sie hat im Moment am meisten Sorgen und braucht dieses Wort.» Sofort hält sie den Vers ihrer Schwester hin. Diese strahlt vor Freude. Eigentlich wollte sie ihn von Anfang an nehmen, aber ihre ältere Schwester war ihr zuvorgekommen.